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Medikamente - Einführung

Medikamente

Vorbemerkungen

 

Im nachfolgenden Teil sind die Medikamente aufgeführt, die in der Tx maligner Erkrankungen eingesetzt werden. Die Kenntnis der pharmakologischen Daten, ihrer Wirkung und NW ist einer der Grundpfeiler der onkologischen Tx, sodass hierauf besonders eingegangen wird. Zu beachten sind die Interaktion mit anderen Medikamenten, die besondere Tox und die Sofortmaßnahmen bei versehentlicher paravenöser Applikation.

 

Allgemeine Daten und Toxizität

 

Mit Ausnahme von Bleomycin, Vincristin und L-Asparaginase sind alle Zytostatika KM-toxisch! Während sich eine Anämie nur langsam ausbildet, begrenzen die Leuko- und Thrombozytopenien oft die Tx. Nachfolgende Zyklen müssen entweder mit reduzierter Dosis oder – bei kurativem Ansatz – zusammen mit Wachstumsfaktoren gegeben werden.

 

Bei Tx-bedingtem Abfall der Thrombozyten < 10 000/µl muss eine Substitution durchgeführt werden, sonst nach dem klinischen Bild und der Abfalldynamik. Die medikamentöse Stimulation der Thrombopoese (Thrombopoetin) ist routinemäßig nicht möglich.

 

In unterschiedlichem Ausmaß sind alle Zytostatika potenziell teratogen. Eine Schwangerschaft sollte prinzipiell in den ersten 2 Jahren nach einer CTx vermieden werden.

 

Sie sind ebenfalls in unterschiedlichem Maße mutagen und kanzerogen, induzierte Zweitmalignome kommen vor mit einer Latenzzeit von Jahren (Hämoblastosen) oder Jahrzehnten (solide Tumoren). Eine Kombination von RTx und CTx erhöht die Inzidenz.

 

Eine Impfung mit Lebendviren, z. B. Masern, Gelbfieber, Grippeimpfung intranasal (Fluenz®) sollte unter einer laufenden CTx und mindestens 6 Monate danach grundsätzlich vermieden werden!


 

Substanzen

Wirkmechanismus der Zytostatika

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