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Solide Tumoren - Geschlechtsorgane und Brust - Mammakarzinom - Vorbemerkung

Mammakarzinom

Vorbemerkung

 

Heute erkrankt jede 8.–10. Frau an einem Mamma-Ka. 25 % aller Mamma-Ka. sind durch eine genetische Veranlagung bedingt, ca. 5–10 % durch eine Mutation in einem der High-risk-Gene mit hoher Penetranz, BRCA1, BRCA2 oder RAD51C.

 

Indikationen für eine genetische Beratung

 

  • 3 Mamma-Ka. in einer Linie oder 2 Mamma-Ka., eines < 51 Jahre.
  • Mamma-Ka. und Ovarial-Ka. in einer Linie oder bei einer Frau.
  • 2 Ovarial-Ka. in einer Linie.
  • Mamma-Ka. < 36 Jahre oder bilaterales Mamma-Ka., erstes < 51 Jahre.
  • Mamma-Ka. beim Mann und Mamma- oder Ovarial-Ka. bei Familienmitglied.
  • Mamma-Ka. und Tumor aus nachfolgendem Spektrum bei einem/r Pat.: kolorektales Ka., Pankreas-Ka., Melanom, Prostata-Ka.

 

Prävention: Tamoxifen über 5 Jahre reduziert in Risikogruppen die Mamma-Ka.-Inzidenz um relativ 30–40 %. Raloxifen hat in der Postmenopause einen etwas geringeren Effekt. Exemestan in der Postmenopause reduziert die Inzidenz um relativ 65 %. Eine Senkung der Mortalität wurde bisher nicht nachgewiesen.

 

Vorsorge: Die monatl. Selbstuntersuchung wird empfohlen, obwohl sie die Mortalität nicht senkt. Das Screening ist für die 50- bis 70-jährige Frau in Deutschland flächendeckend etabliert. Es wird eine Senkung der Mamma-Ka.-Mortalität um ca. 20 % erwartet. Regionale Screeningzentren für qualitätsgesicherte Mammografien sind eingerichtet. Frauen mit stark erhöhtem Risiko erhalten eine intensivierte Vorsorge.