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Solide Tumoren - Geschlechtsorgane und Brust - Zervixkarzinom - Vorbemerkung

Zervixkarzinom

Vorbemerkung

 

Erkrankungsalter: 2 Altersgipfel (35–39 und 60–64 Jahre).

 

Ätiologie: Voraussetzung ist eine Infektion mit HPV (v. a. HPV-Typen 16, 18, 31, 33, 45, 51, 52, 56). Kofaktoren: Langzeiteinnahme von oralen Kontrazeptiva, Anzahl an Geburten, genetische Veränderungen, erworbene Immunschwächen, Rauchen u. Genitalinfektionen mit unterschiedlichen Erregern.

 

Inzidenz und Screening: Präinvasive Vorstufen (Dysplasie, Carcinoma in situ) gehen meist mit einer Latenzzeit von bis zu 10 Jahren und mehr der Infiltration und Met. voraus. Durch die Krebsvorsorge ist die Inzidenz invasiver Ka. um > 60 % gefallen (12/100 000), die Rate des Carcinoma in situ ist signifikant angestiegen. Heute ist der Nachweis von High-risk-HPV wichtig für die Risikoklassifikation. Für die primäre Prävention hat die STIKO 09/09 ihre Empfehlung zur HPV-Impfung gegen Zervix-Ka. für Mädchen zwischen dem 9. und 13. bzw. 14. Lebensjahr vor Beginn der sexuellen Aktivität bestätigt. Eingesetzt werden Gardasil® (gegen die Subtypen 6, 11, 16, 18) und Cervarix® (Subtypen 16/18). Wegen der nicht sicheren Immunisierung ist eine Vorsorgeuntersuchung im weiteren Lebensverlauf weiter unerlässlich. Die Bedeutung des alleinigen HPV-Abstrichs zum Screening wird in die sich derzeit in Erstellung befindende Leitlinie Eingang finden.