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Solide Tumoren - Verdauungstrakt - Analkarzinom - Vorbemerkung

Analkarzinom

Vorbemerkung

 

Inzidenz: 1/1/100 000/Jahr; 4 % der Tumoren des distalen Verdauungstraktes, 2 % aller gastrointestinalen Tumoren. Am häufigsten bei 50–60-Jährigen; Frauen > Männer (Analkanal-Ka.).

 

Ätiologie: In 70–80 % Infektion mit dem humanen Papilloma-Virus (HPV High-risk-Typen 16, 18), das über viele Jahre in infizierten Zellen verbleibt, deren Immunabwehr stört und zur Entartung führen kann. Zunehmendes Vorkommen bei homosexuellen HIV-Infizierten (bis 70/100 000). Immunsupprimierte haben allgemein ein erhöhtes Risiko. Die Wirksamkeit der HPV-Impfung von jungen Männern ist in Studien belegt. Frauen mit HPV-Nachweis im Zervixabstrich bzw. mit bekanntem Zervix- und Vulva-Ka. sind gefährdet (5-faches Risiko): der Analkanal sollte daher in die Vor- und Nachsorge einbezogen werden. Auch Träger von Condylomata acuminata (HPV 6 und 11) erkranken in ca. 3,5 % an Anal-Ka. Ein Zusammenhang kann auch mit chronischen analen Entzündungen bestehen.